Die Civic-Reihe von Honda bekommt Zuwachs

Bild: © Gary Blakeley - Fotolia.com - Der Honda Civic bekommt nach 12 Jahren wieder Kombi-Unterstützung

Bild: © Gary Blakeley - Fotolia.com - Der Honda Civic bekommt nach 12 Jahren wieder Kombi-Unterstützung

Zwölf lange Jahre lang ist Hersteller Honda ganz ohne einen Kombi in seinen Reihen ausgekommen. Nun ist diese Phase allerdings vorbei, denn man hat sich entschieden, dem Modell Civic eine kompakte Alternative für die Familie Honda Civic zu spendieren. Premiere feierte der Tourer auf der diesjährigen IAA in Frankfurt, wo sonst?

Platz satt

Äußerlich gleicht sich der Kombi seinem Vorbild, der Limousine an. Doch sobald man den Blick auf die Ladefläche lenkt, zeigt sich echte Großzügigkeit. Ohne die Hand anzulegen bietet der große Civic ein Ladevolumen von stolzen 624 Litern an. Zum Vergleich: Der Golf Variant kommt mit 605 Litern. Kennt man sich mit einem Honda bereits aus, dann weiß man die Ladefläche mit nur einem Griff entscheidend zu vervielfachen. 1668 Liter freie Ladefläche stehen dem geneigten Kombifahrer nach dem Umklappen der Sitze zur Verfügung. Der erneute Vergleich mit dem Golf Variant ergibt demgegenüber einen Vorteil von satten 48 Litern.

Für die Passagiere bietet der Civic Tourer im Fond ein deutliches Plus im Kopfraum, hier rentiert sich die gerade und nicht leicht abschüssige Dachführung des Neulings. Ein Vorteil gegenüber der Limousine, der sich allerdings nicht auf die Sitzfläche ausweitet, denn diese präsentiert sich weiterhin recht sparsam. Doch trotzdem war das Thema „Platz“ ein wichtiges für die Honda-Entwickler. Der extrem große Kofferraum mit der niedrigen Ladefläche überzeugt vollständig, genauso wie die sogenannten „Magic Seats“ im Fond.

Positiver Eindruck

Das Fahrgefühl präsentiert sich ebenfalls durchdacht, denn das adaptive System der Stoßdämpfer, dessen Aufpreis bei knapp 600 Euro liegen wird, wirkt sich insbesondere bei einem vollbeladenen Kombi äußerst positiv aus.

Insgesamt also lässt sich sagen, dass Honda sich mit dem neuen Civic Kombi vermutlich tatsächlich einen echten Gefallen getan hat. Die ersten Eindrücke versprechen einen durchdachten Kombi mit einer Menge Platz.

Der Honda Accord im Test

Der Honda Accord Tourer wurde frisch überarbeitet und präsentiert sich mit einem neuen starken Diesel. Das Design ist stilvoll und dennoch sparsam gehalten.

Der neue Mittelklasse-Kombi ist 4,75 Meter lang. Zwar verlor er bei den Gepäcksraum-Bestwerten im Vergleich zu Renault Clio Grandtour, dafür kann er aber mit anderen Elementen glänzen. Auch bei dem Thema Zuladung schneidet der Honda Accord negativ ab. Nur 433 Kilogramm kann er bieten, während der Passat Variant über 500 Kilogramm aufladen kann.

Die Sportversion Type S profitiert vor allem durch die bequemen Vordersitze mit viel Seitenhalt. Die hinteren Plätze müssen darunter ein bisschen leiden, aber ein durchschnittlicher Fuß- und Knieraum ist gegeben. Der Umgang mit den vielen Funktionstasten fällt nicht leicht. Aber umso mehr kann man sich positiv überraschen lassen, sobald man sich dem Auto nähert. Denn die Radio- und Navigationsbedienung haben viele Vorzüge. Auch die Funktionen der Tasten, die direkt am Lenkrad angebracht sind, sind durch aus sinnvoll. Auch das doppelte Gurtzupfen ist im Honda eingebaut. Der Honda Accord zeichnet sich zudem dadurch aus, dass er im Spurüberwachungsmodus mitlenkt. Auch die Bremseingriffe erfolgen bei dem automatischen Abstandstempomaten zeitnah, wobei man sie auch als zu harsch empfinden kann. Allerdings kann man diese Sicherheitsmaßnahmen nur in einem zusätzlichen Paket in Preishöhe von 2.450 Euro erwerben.

Ob das Navigationssystem gut oder nachlässig ist, kann sich keiner so richtig entscheiden. Für diejenigen, die oft in der Stadt unter Zeitdruck stehen eine bestimmte Adresse zu finden, werden sich über dieses Navi erfreuen. Alle anderen werden den Aufpreis in Höhe von 2.400 Euro als zu hoch empfinden, und auf normale Navis zurückgreifen.

Der Honda Accord Tourer verbraucht 7,1 Liter auf 100 km und kostet ab 37.515 Euro. Auch wenn jetzt der neue Topdiesel auf 180 PS kommt, sagen die Experten, dass der kleine Diesel ebenfalls ausreichend ist.

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