Getestet: Der Mercedes TC 350

Mercedes © Melvyn Goodman - Fotolia.com

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Mercedes hat seine C-Klasse vollkommen überholt und nun ein neues Modell präsentiert. So handelt es sich hierbei um den neuen TC 350 Kombi. An diesen werden hohe Erwartungen gestellt, immerhin ist die C-Klasse für Mercedes mit die wichtigste Klasse, da sie direkt nach der A und B Klasse die erste Klasse mit Limousinen im Angebot ist. Direkte Konkurrenten sind dabei der BMW 3er und der Audi A4. Also definitiv keine kleinen Gegner, mit denen sich Mercedes da messen muss. Doch was unterscheidet den neuen Mercedes von seinen Vorgängern?

Am auffälligsten ist dabei wohl die optische Neuerung, die zeigt, dass man den Schnitt komplett neu der Aerodynamik und dem Fahrverhalten angepasst hat. Somit sieht der TC 350 sportlicher und windschnittiger und irgendwie auch einfach schicker aus. Ansonsten ist das neue Modell auch unter der Motorhaube exzellent ausgestattet. So verfügt es über ganze 6 Zylinder und einer Leistung von 306 PS. Mit denen kann man bis zu 250 km/h fahren, was natürlich bei den Daten einer elektronischen Drosselung zu Grunde liegt. Auch die 100 km/h erreicht der Mercedes in 6,1 Sekunden rasend schnell. Ansonsten kann das Modell mit einer Menge Assistenzsysteme aufwarten, die man natürlich in den zusätzlichen Packages erwerben kann. Dabei sind gängige Systeme wie in etwa Tempomat, Bremshilfe oder Spurhaltesysteme natürlich selbstverständlich dabei. Aber auch etwas ausgefallenere Hilfen wie etwa ein Müdigkeitswarnsystem oder eine automatische Kindersitzerkennung kann man mit dazu buchen. So überrascht es natürlich in keinster Weise, dass das Modell, welches bei 52 690 Euro in der Basisausstattung beginnt, mit allen Extras rasch auf fast 70 000 Euro Kaufpreis steigen kann.

Wer das Geld für dieses Modell übrig hat, sollte auf keinen Fall bei den zusätzlichen Erweiterungen sparen, da vor allem im Gesamteindruck das Fahren mit diesem Wagen wirklich Spaß macht und es abgesehen von den Preisen nichts zu meckern gibt.

Die besten Kombis

Der Kombi hat seinen Namen nicht von ungefähr. Der Kombinationskraftwagen – wie er in der Langform förmlich genannt wird – besitzt in der Tat die ganz eigene Kombinationskraft, die ein Pkw mit einem überdurchschnittlich hohen Ladevolumen ausstattet. Das macht den Kombi so beliebt – bei uns, bei zahlreichen Familien, bei Vertretern, die mit viel Gepäck reisen und bei vielen mehr. Zwei in einem zum gleichen Preis heißt die erfolgreiche Strategie aller Kombis. Dabei galt der Kombi in seinen Anfängen in den 80er Jahren als ein Außenseiter, der nur von Handwerkern und Kleinbetrieben genutzt wird. Damals waren die meisten Kombis allerdings auch noch sehr kantig und klobig und versprühten verständlicherweise wenig Charme auf die breite Kundschaft. Zudem lag der Preis schon damals bei einem ähnlichen Niveau wie bei vergleichbaren Limousinen der Mittelklasse. Erst in den 90er Jahren entdeckten die Autokonzerne das wahre Potential der Kombis – nicht nur als reines Nutzfahrzeug, sondern als trendiges Life-Style Mobil für junge Familien. Dafür wurde der Stauraum wieder etwas verkleinert und der Komfort des Innenraums wurde erhöht und veredelt. Seitdem hat es viele weitere Varianten des Kombis gegeben – selbst ein Sportwagen mit 315 PS wurde von Audi in Zusammenarbeit mit Porsche hergestellt. Ebenfalls sehr kräftige Modelle hab es mit der AMG E-Klasse von Mercedes und dem BMW M5. Die Produktpalette hat sich seitdem stetig erweitert und wer heute nach einem Kombi sucht wird regelrecht erschlagen von der schier unübersichtlichen Auswahl – Kombis gibt es von fast jeder Marke in fast jedem Preissegment. Da wird sicherlich jeder fündig, wenn er nur richtig sucht. Anregungen finden sie hier aber genug.

Mercedes C250 CGI T

Der neue Mercedes C250 CGI T ist da. Und er wurde einem harten Test unterzogen und somit auf Herz und Nieren geprüft.

Als erstes fällt erst einmal der neu gestaltete Innenraum auf. Dieser war früher häufig stark in der Kritik, da er irgendwie zu einfach und billig wirkte. Das hat Mercedes von grund auf geändert und dürfte zumindest in diesem Bereich für eine einstimmige Meinung sorgen. Recht kompliziert wirkt die Bedienung da es einfach zu viele Untermenüs gibt. Man zappt sich per Lenkradtasten so durch die Menüs und merkt wie umständlich und zeitaufwendig dies auch ist. Dabei ist es völlig unnötig Assistenzhilfen in Untermenüs zu packen, da diese keine Hilfe mehr sind wenn man sich erst durch zig Menüs blättern muss. Diese gehören auf die Titelseite des Menüs, wenn nicht sogar als separate Tasten am Bordcomputer.

Die Sitze wurden als gut bezeichnet, auch wenn man beim ersten sehen vielleicht kurz aufblinzelt, da sie sehr brettig und einfach wirken. Jedoch sollen sie einen großen Sitzkomfort bieten, der sich vor allem bei Langstrecken bezahlt macht.

Insgesamt kann man nicht behaupten, dass der neue Mercedes ein Raumriese sei, trotzdem bietet er genug Platz. Abzüge müssen beim Kofferraum gemacht werden, da dort weitaus kleinere Autos der Konkurrenz ein größeres Fassvolumen aufweisen. Auch auf der Rückbank finden mit Sicherheitskindersitzen nur zwei Kinder Platz, was dem Mercedes als Familienauto ein großes Fragezeichen verschafft. Auch die Staumöglichkeiten im vorderen Bereich des Autos sind begrenzt, so fällt es schon schwer den großen Weltatlas irgendwo unterzubringen.

Insgesamt weiß der neue Mercedes zu überzeugen, jedoch nicht in der Preiskategorie. Es ist ein gut abgestimmtes und edles Auto, weißt jedoch zu viele kleine Mängel auf, die dieser Preis nicht rechtfertigt und der Mercedes sich somit in Konkurrenz mit viel günstigeren Autos befindet.

Der Größte seiner Klasse – Das Mercedes E-Klasse T-Modell

Mercedes steht auch in dieser Saison mit der Entwicklung des E-Klasse T-Modells an der Spitze der besten Autos. Im Kombi-Vergleich hatte das neue Modell das größte Ladevolumen mit einer Ladefläche von ca. 110 cm Länger und 200 cm in der Breite. Die Heckklappe öffnet und schließt sich per Knopfdruck hydraulisch, was natürlich ein zusätzlicher Pluspunkt beim Beladen ist.

Insgesamt gewinnen Kombis mit ihren Vorteilen wieder mehr und mehr an Beliebtheit, vor allem eben durch ihre großen Ladeflächen. Auch die Konkurrenzmodelle von BMW und Audi schließen an den Riesen von Mercedes an. Die Ladeflächen sind zwar kleiner als beim Vorreiter Mercedes, aber auch fast ebenerdig. Bei Mercedes und BMW müssen die Rücksitze manuell wieder in eine aufrechte Position gebracht werden während im A6 Avant ist der Laderaum serienmäßig mit einem einem Schiebesystem ausgestattet ist. Bei BMW und Mercedes können einzelne Elemente zur Unterstützung beim Transport in Sonderausstattungspaketen mitbestellt werden.  Auch bei aufrechten Rücksitzen bieten die Kombis noch ein großes Platzangebot im Kofferraum. Das Reisen mit Kind und Kegel sollte vor allem im Mercedes mit 690 bis maximal 1950 Liter Gepäckraum kein Problem sein. Im besten Fall können 575 Kilogramm Last transportieren werden.
Serienmäßig ist der Mercedes bei diesen Gewichtsverältnissen mit mit einer Luftfederung und einer Niveauregulierung an den Hinterachsen ausgestattet. Man sieht also, Kombis kommen wieder vermehrt ins Gesrpäch. Vor ein paar Jahren galten sie noch als spießige Familienkutschen. Die neuen Modelle laufen was Sportlichkeit und Flexibilität betrifft den eleganten Limousinen nicht nur wegen den großen Raumverhältnissen den Rang ab. Vor allem Mercedes, Audi und BMW glänzen mit exklusiven Austattungslinien und sportlichem Design.