Volvo 240 GL – Lohnt sich der Kombi?

Bild: © Brad Pict - Fotolia.com - Der Volvo 240er erinnert an die 70iger

Bild: © Brad Pict - Fotolia.com - Der Volvo 240er erinnert an die 70iger

Ein Volvo 240 GL ist nicht nur praktisch, er hat auch einen gewissen Charme. Insbesondere die älteren Modelle lassen ein Gefühl von Hippiezeit und Freiheit beim Fahrer aufkommen. Ein paar kleine Macken sind da zu verschmerzen. Immerhin bekommt man einen echten Klassiker, mit viel Platz und so etwas wie Kultstatus.

Korrosion ist kein seltenes Problem

Die schlechte Nachricht zuerst: Rost ist ein Problem, dass grade die Modelle aus den Siebzigern und Achtzigern nicht gerade selten mitbringen.
In vielen Fällen ist es entweder die Kofferraumklappe oder es sind die Radläufe, an denen sich Rost bildet. Eine weitere Schwachstelle ist die Windschutzscheibe, denn die wurde leider nicht gut verklebt. Hier kann Wasser durchkommen und im schlimmsten Fall in den Sicherungskasten laufen oder auch in den Innenschweller. Korrosion ist da nicht mehr weit. Sind die Ablauflöcher dann auch noch verstopft, kann es zu Rost an den Schwellern und an der Reserveradwanne kommen. Aschrecken lassen muss man sich von diesen eventuellen Mängeln aber nicht. Wer zum Beispiel auf suchen.mobile.de eine Modell gefunden hat, welches ihm gefallen könnte, sollte ganz einfach bei der Besichtigung des Wagens konkret auf solche eventuellen Mängel achten.

Gute Qualität

Die Qualität der Innenraumverarbeitung ist größtenteils gut und stellt nur in wenigen Fällen ein Problem dar. Nicht selten sind die vorderen Sitze ein wenig durchgesessen, aber das kommt natürlich auch auf die Länge und Intensität der Nutzung des Wagens an. Ein defektes Heckklappenschloß oder ein langsamer elektrischer Fensterheber sind Mängel, über die es sich leicht hinwegsehen lässt.

Getriebeprobleme können auftreten

Mit dem Motor sollte es keine Probleme geben. Das Getriebe hingegen ist da etwas anfälliger. Bei Modellen mit Overdrive klappt in vielen Fällen das Zuschalten nicht mehr und auch der erste Gang lässt sich nicht selten nur schwer einlegen.
Die Abgasnorm Euro 2 ist durch ein Umrüsten des OHC-Motors gut einzuhalten.
Der Motor knackt bei pfleglicher Behandlung ohne Umstände auch die 300.000 Kilometermarke.
Fazit: Es ist leider nicht allzu einfach ein gut erhaltenes Kombimodell zu finden. Meist sind die Modelle bereits bei 250.000 Kilometern angelangt. Finanziell kommt man beim Volvo 240er aber relativ gut weg. Einen fahrbereiten Wagen gibt es schon ab 1500 Euro.

Im Test: Der Volvo XC 70 DRIVe

Gelände © Nemul - Fotolia.com

Gelände © Nemul - Fotolia.com

Wenn man an einen Volvo denkt, hat man zumeist einen familienfreundlichen Wagen mit Ecken und Kanten im Kopf als einen Offroader, der einem mit Spaß und Effizienz auch durch unwegsames Gelände bringt. Mit dem neuen XC 70 DRIVe haben die schwedischen Hersteller sogar beides geschafft. Der gelungene Mix aus Kombi und SUV kann sich nicht nur im Bergigen behaupten sondern hat zudem auch Platz für eine große Familie und dem entsprechendem Gepäck.

Das Einstiegsmodell beherbergt einen spritsparenden Fünfzylinder-Common-Rail-Turbodiesel-Motor mit 163 PS, der mit einem Start-Stop-System und bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern noch etwas Geld in der Urlaubskasse verspricht. Für den unbegrenzten Spaß in jedem Gelände bei jedem Wetter sollte der Allradantrieb allerdings nicht fehlen, den es jedoch nur durch einen nicht unerheblichen Aufpreis von 2650 Euro gibt. Dafür ist aber die Sicherheit der Familie gewährleistet, da sich die Sensoren der Stoßdämpfer in sekundenschnelle der aktuellen Fahrsituation anpasst. Der XC70 DRIVe kann aber nicht nur im Gelände überzeugen. Auch optisch anspruchsvolle Fahrer und ihre Familien kommen bei dem Cross-Country-Modell auf ihre Kosten: breite und komfortabele Ledersitze sorgen für angenehmes Reisen auch auf längeren Fahrten. Die Amaturen sind mit Elementen aus gebürstetem Aluminium oder lackiertem Holz zu haben und wirken sowohl geschmackvoll als auch funktional. Auf der Rückbank finden auch Oma und Opa Platz, die sich über zu wenig Beinfreiheit nicht beschweren dürften. Und sowieso sorgt der Kombi-SUV mit seinem einzigartigen Raumgefühl für ein Gefühl der Freiheit. Ein Panorama-Schiebedach holt den Himmel hinein und durch die große Frontverglasung sowie die weit nach unten gezogene Heckscheibe lässt sich alles bestmöglich überblicken. Einziger Knackpunkt könnte die eher rustikal anmutende Außenoptik sein, die mehr an ein Wald- und Wiesenfahrzeug eines Jägers als an eine Familienkutsche erinnert. Wer sich daran nicht stört kann das Basismodell ab 40.180 Euro bekommen.