Fahrspaß mit Erdgasantrieb?

Der neue Passat Eco Fuel bietet den neuen umweltfreundlichen Erdgasantrieb mit einem sehr geringen CO2-Ausstoß von 117g/km. Aber kann der 150-PS-starke Turbo-Kompressor damit überzeugen?

Unter der Haube bietet die Erdgaslimousine ein richtiges High-Tech-Paket mit Kompressor und Turbolader. Gehärtete Ventile, Kolben und Kolbenringe ermöglichen dem Vierzylinder den Betrieb mit Erdgas. Was sich ändert, ist das Direkteinspritzer-Prinzip, das so nicht mehr funktioniert. Denn der alternative Kraftstoff wird in das Saugrohr gepustet. Dies zeigt sich in einer leichten Anfahrschwäche, die dem Fahrer nicht so gefallen wird. Trotzdem bleibt der Fahrspaß bei einer Motorstärke von 150PS und einem Drehmoment von 220 Nanometern auf jeden Fahler halten. Hinzu kommt der laut Hersteller geringe Durchschnittsverbrauch von 4,3kg/100km, der beim Testwagen allerdings mit 5,8kg etwas höher liegt. Bei sparsamer Fahrweise kann der Verbrauch aber durchaus unter fünf kg/100km liegen. Dies entspricht ungefähr der Hälfte an Preisdifferenz im Vergleich zu einer ähnlich starken, rein benzinbetriebener Variante. Das Platzangebot des 1,6 Tonnen schweren Passte und der hohe Fahrkomfort lassen den Fahrer aber unter Umständen von sich aus leicht gemäßigt fahren. Aufgrund einer hohen Durchzugkraft kommt es zu einer eher schaltfaulen Fahrweise, dennoch unterbietet die Erdgaslimousine die Werksangabe bei der Beschleunigung. Wer zusätzlich auf völligen Komfort setzt und auch auf die Schaltarbeit verzichten möchte, erhält ein DSG für 2.100Euro Aufpreis.

Das generell höhere Preisniveau des Passats Eco Fuel rechnet sich aber schon ab 5.000Kilometer pro Jahr (ohne jeglichen Zuschuss), beim Vergleich mit einem 1,8TSI (160PS), da der Kraftstoffverbrauch außergewöhnlich niedrig ist.

Nun bleibt nur noch die Frage, eine von den lediglich 900 Erdgastankstellen in der Umgebung zu finden.