Die ADAC Zufriedenheitsumfrage

Bild: © fotomek - Fotolia.com - Wie zufrieden sind Sie?

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Die Neuwagenpreise sind momentan im Keller und deshalb gibt es die meisten Neuwagen schon für weniger als 10 000 Euro. Eine gute Nachricht für alle diejenigen, die ein Schnäppchen schlagen wollen. Doch mit welchem der günstigen Modelle fährt man auch am besten? Mit dieser Frage hat sich der ADAC beschäftigt und befragte mehr als 20.000 Fahrzeughalter nach ihrer Zufriedenheit.

Gewinner und Verlierer

Bei Fahrzeugen mit einem Kaufpreis von unter 10.000 Euro wählten die Autofahrer den Dacia Logan MCV auf Platz 1. Auf Platz zwei folgt mit einigem Abstand dann der Ford Fiesta vor dem Dacia Sandero auf dem dritten Platz. Am schlechtesten schnitt der Suzuki Alto in der Kundenumfrage ab. Seine Besitzer bemängeln vor allem die Bedienung und wenig Komfort. Knapp das Siegertreppchen verfehlt, haben der Toyota Aygo, welcher besonders im Blick auf die Wirtschaftlichkeit überzeugt und der fünftplatzierte Renault Twingo, einer der kleinsten Schnäppchen-Modelle.

Dacia überzeugt in den Top 3

Die Marke Dacia ist laut ADAC-Kundenbarometer zweimal in den Top 3 vertreten. Für diese Zufriedenheit gibt es gute Gründe. Ein ansprechendes Design, leistungsstarke Motoren auf der Basis bewährter Renault-Technologie und die robuste Konstruktion sorgen dafür, dass Kunden lange Freude an Ihrem Dacia haben. Ein flächendeckendes Händlernetz bietet zudem eine hervorragende Service-Qualität.

Für die ADAC-Zufriedenheitsstudie wurden insgesamt über 20 000 Menschen in einer repräsentativen Online-Umfrage zu ihrem eigenen Auto befragt. Insgesamt gibt es um Zufriedenheit, doch wurden sämtliche Erfahrungen und Aspekte die zum Thema Zufriedenheit gehören abgefragt. Somit umfasste der Fragebogen auch die Bereiche Pannen, Service-Qualität und die Beratung beim Fahrzeugkauf.

Somit beweist die ADAC-Kundenumfrage, dass ein Neuwagen nicht unbedingt teuer sein muss, um den Fahrzeughalter zufriedenzustellen.

E10: Der ADAC streitet mit

Der Debatten um den neuen Biosprit E10 finden wirklich kein Ende. Nach dem Eklat um die Verträglichkeit des neuen Kraftstoffen mit Motoren, geht der Streit nun in eine neue Runde. Der ADAC hat seine Drohung an die Tankstellenbetreiber nun tatsächlich wahrgemacht und hat die Ölkonzerne Aral, BP, Jet, OMV und Shell angezeigt. Die Anklage lautet, die Konzerne würden keine Alternativen mehr zum E10 an. Statt dem herkömmlichen Super ist nur noch das teurere Super Plus an vielen Tankstellen erhältlich. Die Konzerne verstoßen damit gegen die gesetzliche Regelung zur E10-Einführung. Demzufolge müssen Anbieter von E10 auch ein herkömmliches Superbenzin E5 mit geringerem Ethanol-Anteil anbieten. Tatsächlich haben Untersuchungen in München gezeigt, dass unter der Bezeichnung Super Kraftstoff mit der Qualität Super Plus angeboten wurde, zu einem durchschnittlich acht Cent höherem Literpreis.

Die Tankstellenbetreiber vertreten natürlich die Meinung, dass ein normales Superbenzin das Ende des E10 bedeuten würde. Natürlich berufen sie sich dabei auf die ökologische Notwendigkeit des Biosprits und argumentieren nicht mit den Gewinn, den sie dadurch machen. Meiner Meinung nach ist die Anklage von ADAC berechtigt. Mein Kombi Audi verbraucht ein wenig mehr als ein Kleinwagen. Deswegen tanke ich lieber noch den billigeren Sprit, der immer seltener an Tankstellen zu finden ist. Die Aktion von ADAC hat meine volle Unterstützung, das sie sich um die Bedürfnisse der Verbraucher kümmert und nicht nur die Vorteile der großen Ölkonzerne im Blick hat. Die bisherigen Debatten und Schwierigkeiten haben gezeigt, dass sich der neue Biosprit bei den Autofahrern nicht ankommt und sich wohl auch in Zukunft nicht durchsetzen wird. Umso wichtiger ist es, dass es wieder die normale Super Alternative gibt und die Ausbeutung des Verbrauchers ein Ende hat.